In der Zeitschrift „E & W – Erziehung und Wissenschaft“ (02/2024) der Erziehungsgewerkschaft GEW zeigt die freie Autorin Kathrin Hedtke in einem Beitrag mit dem Titel „BILDUNG FÜR ALLE!“ eine aktuelle Strategie der Volkshochschulen (VHS) auf, um mehr und auch andere Menschen zu erreichen.

Wer das Programmheft noch nie in der Hand hatte (oder es nicht lesen kann) oder die Internetpräsenz der nächstgelegenen Volkshochschule [VHS MSE] bislang nicht ansteuerte, wie wird dieser Mensch auf das Angebot politischer Bildung dort aufmerksam? Für den Leiter einer VHS in Esslingen (Baden-Württemberg), Claus Lüdenbach, könne es nur „dorthin gehen, wo die Menschen sind“. Das wird als aufsuchende Bildungsarbeit verstanden. Ein Projekt wie die Esslinger „Straßen-Uni“ [Beitrag der Esslinger Zeitung] in Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden, Tafeln, Bildungsträgern und auch dem Jobcenter wird dafür beispielhaft herangezogen. Alles beginnt mit einer Ansprache im Lebensumfeld (z.B. im Einkaufszentrum, auf Marktplätzen), die zur Diskussion über Themen einladen soll, welche die Menschen momentan beschäftigen. Der Ortswechsel hin zu den Menschen und Kursinhalte mit Lebensweltbezug sollen dafür sorgen, dass aus dem Anspruch der Volkshochschulen („Bildung für alle“) letztlich auch Teilhabe und Demokratie resultieren. Arne Cremer, der für den Landesverband der Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen in Sachen Politischer Bildung spricht, sieht einen Ausschluss bestimmter Menschen von politischen Prozessen. Sie seien mindestens genauso politisch wie die anderen, wären jedoch „ein Stück weit von den Institutionen verlassen“ worden, wird er zitiert. Das Gespräch mit ihnen zu suchen, auch um politische Bildungsangebote zu planen, hält Cremer für entscheidend.
Für mich als freiberuflicher, außerschulischer politischer Bildner mit Erfahrung in unterschiedlichen formalen Bildungssettings (u.a. Hochschule, Schule, Berufsschule, Volkshochschule, berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen) wird hier ein tiefgreifendes Problem angesprochen: Wer ist die Zielgruppe politischer Bildung, wenn die vorgegebenen Bildungswege mit ihren politischen Bildungsanteilen bereits beschritten wurden? Wer beschäftigt sich noch mit politischen Inhalten, wenn es nicht mehr gefordert wird? Und was ist diese „Politik“ dann eigentlich? Politische Institutionen, Parteien, Politiker*innen, Ressorts?
Hier setze ich mit meiner politischen Bildungsarbeit an. Wenn Sie in einer Bildungsinstitution arbeiten, lassen Sie uns ins Gespräch kommen, wie außerschulische Impulse einen Mehrwert für Ihren Unterricht bringen können. Wenn Sie auf der Suche nach einem politischen Fortbildungsangebot für sich, Ihr Team, ihre Gruppe vor Ort sind, melden Sie sich gern bei mir. Sicher finden wir gemeinsam etwas, das Ihnen weiterhilft und bezahlbar ist.